Geschichte
Im nächsten Jahr feiern wir bereits unser 10-jähriges Bestehen. Hier finden Sie einen kurzen Abriß unserer bisherigen Aktivitäten - von der Gründung bis zu unseren Konzertreisen nach Südafrika und Polen:
Anfang des Jahres 2002 hatte der Rechtsanwalt Dr. Frank Roeser aus Essen die Idee, die bestehenden Juristenorchester aus Nordrhein-Westfalen und Hamburg zu einem gemeinsamen Orchester zusammenzuführen.
Gemeinsam mit Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet gründete sich dann im Juni 2002 das Bundesjuristenorchester in Heidelberg. Dort haben unter der Leitung von Klaus-Peter Modest erste Proben der 1. Sinfonie von Beethoven stattgefunden. Abends wurde die Kneipenszene der Altstadt von Heidelberg erkundet, um sich besser kennenzulernen.
Das zweite Probenwochenende fand im Oktober 2002 in Hamburg statt. Dort wurde am Ende der Probenphase mit freundlicher Unterstützung der Hans Soldan GmbH unsere erste CD eingespielt, die man wie auch alle nachfolgenden CD´s bei Soldan käuflich erwerben kann.
Im Juni 2003 traf sich das Bundesjuristenorchester zu einem Probenwochenende in Schönebeck-Bad Salzelmen in der Nähe von Magdeburg. Dort wurde das erste Konzert des Orchesters vorbereitet.
Im Oktober 2003 stellte sich das Bundesjuristenorchester das erste Mal der breiten Öffentlichkeit im Rahmen eines Konzerts im Krönungssaal des Aachener Rathauses vor. Vor ausverkauftem Haus kamen Beethovens erste Sinfonie, Arien von Mozart und Nicolai, das vierte Hornkonzert von Mozart und Schuberts Ouvertüre im italienischen Stil zur Aufführung. Dieses Konzert fand zugunsten der Lebenshilfe Aachen statt. Durch die Unterstützung der Hans Soldan GmbH war es möglich, einen Live-Mitschnitt des Konzerts aufzunehmen. Die CD ist bei Soldan erhältlich.
Der gesamte Erlös aus dem Kartenverkauf (9.975,- €) wurde der Lebenshilfe Aachen zur Verfügung gestellt werden. Wir bedanken uns auch bei den Solisten Stefan Dohr und Anja Frank, die zugunsten des guten Zwecks auf ihre Gage verzichtet haben.
Im Juni 2004 traf sich das Bundesjuristenorchester zu einer weiteren Übungseinheit in Würzburg. Das Orchester war mittlerweile auf ca. 50 Mitspieler angewachsen. Daher konnte dort unter anderem die "Rheinische Sinfonie" von Schumann geprobt werden, die auszugsweise bereits anläßlich des Würzburger Stadtjubiläums aufgeführt wurde.
Im September 2004 hatte das Bundesjuristenorchester seinen zweiten größeren Auftritt in der Dresdner Lukaskirche. Gespielt wurden die "Rheinische Sinfonie" von Robert Schumann, die Ouvertüre im italienischen Stil von Schubert und die Sinfonia concertante in Es-Dur für Violine, Viola und Orchester von W. A. Mozart. Als Solisten konnten Konrad Other (Violine) und Eberhard Wünsch (Viola) von der Komischen Oper Berlin gewonnen werden. Auch dieses Konzert wurde live mitgeschnitten. Die CD kann man bei Soldan zum Preis von 7,95 € erwerben.
Im Februar 2005 traf sich das Orchester zur nächsten Übungseinheit in Göttingen. Dort wurde das nächste Konzert am 19. Juni 2005 in der Bremer "Glocke" vorbereitet. Neben intensiven Proben kam auch das kulturelle Programm nicht zu kurz. So hatte das Bundesjuristenorchester Gelegenheit, die Sternwarte in Göttingen unter fachkundiger Anleitung von Prof. Dr. Wolfgang Glatzel zu besichtigen.
Im Juni 2005 gab das Bundesjuristenorchester sein zweites großes Benefizkonzert. Zugunsten des Bremer Kunstvereins und zur Unterstützung der museumspädagogischen Arbeit in der Bremer Kunsthalle hat das Bundesjuristenorchester vor 700 begeisterten Zuschauern das Vorspiel zu "Hänsel und Gretel", die Rokoko-Variationen für Cello von Tschaikowsky sowie die 5. Sinfonie von Beethoven gespielt. Solist des Abends war der junge Cellist Alfredo Persichilli. Der Erlös des Abends in Höhe von rund 7.000,- € kommt dem Kunst Club zugute, der Jugendliche aus allen sozialen Schichten und Stadtteilen an die Bildbetrachtung heranführen möchte.
Im März 2006 traf sich das Bundesjuristenorchester zur Vorbereitung auf das nächste Konzert zu einem Probenwochenende in Mainz. An einem sehr schneereichen Wochenende wurden verschiedene Tänze von Brahms, Dvorak und Strauß geübt. Für den kulturellen Ausgleich sorgte eine Besichtigung der Orgel im Mainzer Dom. Höhepunkt dieser Führung war ein Blick ins Innere dieser gewaltigen Orgel, die vom "Cockpit" mit ihren sechs Manualen und zahlreichen Registern zum Klingen gebracht wird. Wir danken Domorganist Albert Schönberger für diesen Einblick.
Im Juni 2006 gab das Bundesjuristenorchester sein drittes großes Benefizkonzert in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz. Hierfür hat es gemeinsam mit Mitgliedern des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie ein Projektorchester mit über 100 Musikern gebildet. Die intensive Zusammenarbeit mit Profimusikern war für alle Mitglieder des Bundesjuristenorchesters eine unvergeßliche Erfahrung. Es wurden slawische Tänze von Dvorak, ungarische Tänze von Brahms und Walzer und Polkas von Johann Strauß eingeübt. Zudem hat das Orchester die Sopranistin Anja Frank bei zwei Arien aus der "Fledermaus" begleitet. Der Erlös des Konzerts geht an die Immunologische Ambulanz des Städtischen Klinikums Kemperhof sowie an die Stiftung des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie.
Im Februar 2007 hat das Bundesjuristenorchester ein Benefizkonzert zugunsten der Stiftung Synanon in Berlin gegeben. Vor knapp 700 begeisterten Zuhörern spielte das Bundesjuristenorchester die 5. Sinfonie von L. van Beethoven und das 5. Klavierkonzert von L. van Beethoven. Solist des Abends war Prof. Winfried Apel aus Dresden. Neben den Proben war noch Zeit für eine Stadtrundfahrt, auf der das Orchester einen kurzen Einblick in die sehr bewegte Geschichte der Stadt Berlin bekommen konnte. Außerdem gewährte die Stiftung Synanon dem Bundesjuristenorchester einen Einblick in ihre Grundidee und ihre Arbeit.
Im Januar 2008 traf sich das Bundesjuristenorchester zu einem Probenwochenende in Erfurt. Neben den Vorbereitungen für das nächste Konzert am 7. September 2008 in Essen hatte das Orchester Gelegenheit, die schöne Stadt Erfurt bei Tag (in den Pausen) und bei Nacht auf einer nächtlichen Stadtführung mit zwei Nachtwächtern kennenzulernen.
Im September 2008 gab das Bundesjuristenorchester gemeinsam mit dem Polizeichor Essen ein Benefizkonzert zugunsten des Weigle-Hauses in der Philharmonie Essen. Anlaß war das 100. Jubiläum der Hans Soldan GmbH, Essen, die das Bundesjuristenorchester seit Jahren großzügig unterstützt. Auf dem Programm standen u.a. Opernchöre und das Trompetenkonzert von J.N. Hummel. Solist des Abends war der Trompeter Makio Kataoka vom Sinfonieorchester Aachen. Die Zusammenarbeit mit dem Polizeichor Essen unter der Leitung von Stephan Peller war für das gesamte Bundesjuristenorchester ein tolles Erlebnis.
Im Juni 2009 hat sich das Bundesjuristenorchester zu einem Probenwochenende in München getroffen. Geprobt wurde in der großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität, München, einem sehr beeindruckenden Saal. Nach den Proben blieb Zeit für das Münchener Nachtleben und eine Führung durch die Residenz und das Cuvilliés-Theater.
Im Oktober 2009 traf sich das Bundesjuristenorchester in Monschau in der Eifel. Dort wurde unter der Leitung von Prof. Mathias Husmann die 8. Sinfonie von Dvorak, das Violinkonzert von Beethoven sowie die Blumine von Mahler einstudiert und in der Aukirche auf CD aufgenommen. Neben den Proben blieb Zeit für die Besichtigung des Städtchens Monschau sowie des neuen Hauses der Lebenshilfe Aachen. Dort wurde dem Bundesjuristenorchester u.a. ein Einblick in das betreute Wohnen gewährt.
Im Juni 2010 traf sich das Bundesjuristenorchester erneut in Schönebeck - Bad Salzelmen. Dort wurde die erste Auslandsreise des Orchesters vorbereitet. Diese führte das Orchester im Herbst 2010 nach Südafrika. Neben den Proben blieb dabei auch noch Zeit, das Gradierwerk sowie den schönen Kurpark zu erkunden.
Im Oktober 2010 fand die erste Auslandstournee des Bundesjuristenorchesters statt. Sie führte das Orchester nach Südafrika. In Kapstadt gab das Bundesjuristenorchester ein Konzert in der City Hall und in der Silversand Primary School. Außerdem trat das Orchester in Stellenbosch in der Endler Hall auf. Als Solist begleitete der Flötist Wolfgang Dünschede, ehemaliger Flötist der Berliner Philharmoniker, das Bundesjuristenorchester. Nach den Konzerten gab es Gelegenheit, das wunderschöne Land zu erkunden. So führten mehrere Ausflüge das Orchester u.a. an das Kap der Guten Hoffnung, in die Weinregion und auf den Tafelberg.
Aus dem Auftritt in der Grundschule am Rande des Armenviertels in Kapstadt entstand die Idee einer Sponsor-Partnerschaft. Der amtierende Speedminton-Europameister Ulrich Burkhardt ist Mitglied des Bundesjuristenorchesters. Über seine Kontakte konnte die Firma Speedminton GmbH dafür gewonnen werden, Schläger (Rackets) und Bälle (Speeder) für die Schülerinnen und Schüler dieser Grundschule zu spenden. Die Kosten des Versands tragen die Orchestermitglieder.
Im Februar 2011 fanden in Hamburg die ersten Proben für das Konzert am 13. November 2011 in Bonn statt. Außerhalb der Proben blieb dabei für das Bundesjuristenorchester noch Zeit, Hamburg von oben (aus 82 m Höhe vom Kirchturm des Michel) und während einer Hafenrundfahrt vom Wasser aus zu erkunden.
Im September 2011 zog es das Bundesjuristenorchester erneut ins Ausland - dieses Mal nach Polen. In Breslau wurde in der dortigen Universität gemeinsam mit polnischen Musikern fleißig geprobt und das Ergebnis im Rahmen eines Konzerts im wunderschönen Saal Oratorium Marianum vorgestellt. Das Bundesjuristenorchester wurde dabei von dem Dekan der juristischen Fakultät der Universität Breslau auf Englisch begrüßt. Das Orchester hat sich mit einer kurzen Ansprache in polnischer Sprache für die Gastfreundschaft bedankt und anschließend im Konzert u.a. den preisgekrönten Pianisten Gracjan Szymczak bei dessen 4. Klavierkonzert von Beethoven begleitet.
Im November 2011 hat sich das Bundesjuristenorchester in Bad Münstereifel auf das nächste Konzert vorbereitet. Dieses fand dann in Bonn in der Kreuzkirche statt. Es war ein Benefizkonzert zugunsten der Hilfsorganisation Care Deutschland-Luxemburg e.V. und enthielt ein reines Beethovenprogramm. Das Orchester hat dabei u.a. den Pianisten Prof. Dr. Winfried Apel bei dessen 4. Klavierkonzert von Beethoven und den Geschäftsführer von Care Deutschland-Luxemburg e.V. Anton Markmiller als Zugabe bei dessen Arie des Rocco aus "Fiedelio" begleitet.